Evangelische Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafen

Ein Wort der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirche in Deutschland

Beistand, Trost und Hoffnung

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Optimismus! Oder Zuversicht?

Liebe Leserin, lieber Leser!

Naiv-blauäugig alles nur positiv sehen… rosarote Brille für unrealistischen Blick… alles, was negativ oder schwer ist wegdrängen, gar verdrängen…- wenn es so beschrieben wird, will niemand Optimist sein.

Andererseits würden die meisten zustimmen, dass eine positive, optimistische Haltung das Leben leichter macht. Es gibt sogar empirische Untersuchungen – klar, aus Amerika – dass positiv Gestimmte erfolgreicher sind, als attraktiver gelten, schneller gesunden usw. Also: werdet optimistisch! Im Internet gibt es dazu Trainingsanleitungen (auf einer Seite z.B. als Tipp Nummer 5: „glauben Sie an etwas oder jemanden…“). Wobei: kann man das trainieren, einüben? Niemand sucht sich doch seine Grundstimmung aus - mit der wird man geboren. Bei der Geburt meiner Tochter z.B. war nach zwei Minuten klar, dass sie völlig anders „tickt“, ein anderes Temperament hat als unser Sohn (im Grunde war das sogar schon während der Schwangerschaft klar). Und auch die Erfahrungen, die man im Laufe des Lebens macht und die die Grundeinstellung prägen, sucht man sich ja nicht wirklich selber aus. Vieles im Leben wird eher geschenkt oder erlitten, weniger aktiv gestaltet. Je älter ich werde, desto geringer erachte ich den Anteil meines aktiven Gestaltens in meiner Lebensgeschichte.

Andererseits stimmt es aber natürlich, dass es bei Vielem auf die Perspektive, auf den Blickwinkel ankommt. Halb leeres oder halb volles Glas, Sie wissen schon. Und den Blickwinkel kann man zumindest teilweise beeinflussen. Verstärke ich das Dunkle, das Schwierige? Oder versuche ich das Helle, Positive zu sehen?

In der evangelischen Aktion „sieben Wochen ohne“, mit der die Passions-/Fastenzeit gestaltet werden kann, lautet das Motto dieses Jahr: „sieben Wochen ohne Pessimismus“. Sieben Wochen ohne Pessimismus ist der Untertitel. Die Überschrift über die Aktion aber lautet „Zuversicht!“ Interessant, dass als Gegenbegriff zu Pessimismus nicht Optimismus gewählt wird, sondern Zuversicht.

Zuversicht ist weniger eigenes Tun als eine Ausrichtung. Es geht um Vertrauen und Hoffnung. Letztlich um das Vertrauen darauf, dass alles einen (letzten) Sinn hat, um Lebensbejahung.

Ausrichtung – Sonnenblumen drehen sich nach der Sonne. Zuversichtliche machen es wie die Sonnenblumen. Sie richten sich aus am Guten. An Gott. Machen nicht alles selber, sondern lassen sich „bescheinen.“

Übrigens: den Urgrund, das Ur-datum christlicher Hoffnung und Zuversicht feiern wir dieses Jahr am 12. April.

 

Es grüßt Sie Pfarrerin Ulrike Hermann

Klinikseelsorgerin, Klinikum Friedrichshafen

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Veranstaltungen

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  • 27.03.20 | Vom Schreiner zum Oberkirchenrat

    Er war bis zum Ruhestand 15 Jahre lang Theologischer Dezernent der Landeskirche und zuvor ebenfalls 15 Jahre lang Dozent und Professor an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd: Am 30. März begeht Dr. Hartmut Jetter in Stuttgart seinen 90. Geburtstag.

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    Not macht erfinderisch - das gilt in der Corona-Krise auch für die Kirche. So berichtete Pfarrer Nicolai Opifanti aus Stuttgart-Degerloch in der SWR-Landesschau, wie er nach dem Verbot von Gemeindegottesdiensten auf Instagram „umstieg“.

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    Am kommenden Wochenende gibt es den zweiten Gottesdienst aus der Reihe „Du bist nicht allein“: Die Sendergruppe Regio TV strahlt einen in der Marienkirche Reutlingen aufgezeichneten 30-minütigen Gottesdienst mit Prälat Professor Dr. Christian Rose aus.

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